Die Geschichten vom rosa Stuhl!

Ich habe die Zeit genutzt mir einige Notizen darüber zu machen  was die Gäste so über Wolfsberg erzählen. Ja, das schaut gar nicht schlecht aus, es gefällt ihnen bei uns. Ich glaube nicht, dass die wissen, dass ich ihnen zuhöre und dann auch noch darüber schreibe, wie sollen die auch, ich bin ein ein...

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Ich habe die Zeit genutzt mir einige Notizen darüber zu machen  was die Gäste so über Wolfsberg erzählen. Ja, das schaut gar nicht schlecht aus, es gefällt ihnen bei uns. Ich glaube nicht, dass die wissen, dass ich ihnen zuhöre und dann auch noch darüber schreibe, wie sollen die auch, ich bin ein einzigartiger pinker Stuhl.

Aber die finden Wolfsberg ganz besonder, eine liebliche alte Stadt mitten in einer wunderbaren Landschaft. Was sie ganz besonders freut ist, dass die Menschen in der Stadt so freundlich sind. Egal wohin sie auch gehen, beim Touristenbüro, in den Geschäften immer sind sie freundlich. Die wundern sich drüber, weil es woanders nicht so ist. Ja , ich bin  aus Frankreich und ich hab da so meine Erfahrungen gemacht und ich kann es bestätigen, ich will auch sonst nirgends mehr hin. Wenn Sie die Geschichte von dieser Lady hören werden Sie verstehen:

die Lady

Hier hat sie sich auf mir gemütlich gemacht!

Mit 74 kam sie nach Wolfsberg, sie kam für einen langen Urlaub und ist geblieben: Weil es in Wolfsberg anders ist, ließ sie Hamburg hinter sich. In Straßburg wurde sie geboren mitten hinein in die Krise des ersten Weltkrieges und die Not der Jahre zwischen den großen Kriegen haben sie in die Welt hinausgeführt. Hier in Österreich braucht keiner Mitarbeiter. So ging sie nach Deutschland und arbeitet bei einer Familie und in der Rüstungsindustrie da sah sie ihren Mann – im Spiegel – wie er da neben ihr stand.  Mir gefällt die Liebe auf den ersten Blick!

Dann kamen die Kinder mitten hinein in eine trostlose Zeit.

Als sie 60 wurde starb ihr Mann! Jedes Mal wenn etwas passierte worum sie  nicht gebeten hatte und nicht erwartet hatte ließ sie den Kopf nicht hängen,  sondern sie beschloss sich die Welt anzuschauen und fing an zu reisen. Behutsam mit Reisegruppen um dann selbst den Weg hinein in eine neue Kultur und Landschaft zu finden. Sie ist kein Mensch für Vereine sondern eine Einzelgängerin, die nicht einsam ist sondern ihren Weg sucht.

60 Jahre war sie auch als sie den ersten Fingerhut bekam, die Tochter hat ihn ihr geschenkt. Einen wunderbaren, schönen Fingerhut fein gearbeitet in einer glänzenden Schatulle. Damit begann eine Leidenschaft, die keine Leiden schafft, sondern dem Betrachter Freude schenkt. Kleine Objekte, mit Sorgfalt gearbeitet, ohne jeden Zweck heute, die vom Betrachter Aufmerksamkeit fordern. Sie hatte viele dieser kleinen Objekte. Sie begann ihren Blick auf das Kleine zu richten und bringt damit Freude in ihr eigenes Leben und das ihrer Besucher.

Manchmal schaut sie hier vorbei und dann kommt sie strahlend mit ihrem ganz persönlichen Porsche.

Der rosa Stuhl.

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